Mit dem „Diesel-Switch“-System stellt MAN PrimeServ, die After-Sales-Marke von MAN Diesel & Turbo, eine Möglichkeit vor, wie der Chief Engineer nach Einbau dieses Systems automatisiert von einem flüssigen Kraftstofftyp auf einen anderen umschalten kann. In küstennahen Sonderzonen oder Häfen werden die Motoren so mit schwefelärmerem Marinediesel betrieben, während sie auf hoher See weiterhin mit herkömmlichem Treibstoff gefahren werden können.
Interessierte Kunden können sich zudem über den Online-Service von MAN PrimeServ informieren: Mit dieser Technologie sind MAN-Experten an den Service-Stützpunkten in der Lage, per Satellitenverbindung die Motorkennzahlen an Bord von Schiffen in Echtzeit zu überwachen und gegebenenfalls Fehler zu diagnostizieren. Dies senkt Wartungskosten für die Kunden und maximiert die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Maschinen.
Mit PrimeServ PIN stellt MAN Diesel & Turbo ein System vor, das den Kunden bei der Optimierung von Wartungsarbeiten und der schnellen und eindeutigen Identifikation von Original-Ersatzteilen unterstützt. Der auf der SMM vorgestellte Prototyp dieses Systems zeigt dem Schiffsbetreiber rechtzeitig die notwendigen Wechselintervalle von Verschleißteilen an und unterstützt die Serviceingenieure beim Einbau dieser Teile. PrimeServ PIN trägt somit dazu bei, einerseits Wartungsarbeiten und damit Liegezeiten zu reduzieren und andererseits das Einhalten von Umwelt- und Sicherheitsrichtlinien zu gewährleisten.
In Zeiten hoher Kraftstoffpreise reduzieren viele Containerschiffe, Frachter und Tanker dauerhaft ihre Höchstgeschwindigkeit. Durch eine Absenkung der Schiffsgeschwindigkeit um 20 Prozent lassen sich so fast 50 Prozent der Kraftstoffkosten einsparen. Allerdings ist für dieses „Slow Steaming“ in den meisten Fällen eine Umrüstung der Antriebsanlage notwendig. MAN PrimeServ bietet den Reedern hier den Einbau eines so genannten Swing Gates an. Mit diesem System kann einer der zwei bis drei Turbolader, mit denen ein Schiffsdiesel üblicherweise bestückt ist, automatisch außer Betrieb genommen werden – eine Grundnotwendigkeit, um flexibel auf unterschiedliche Geschwindigkeitsanforderungen reagieren und optimale Einspareffekte aus dem „Slow Steaming“ erzielen zu können.